Das Problem

Erschwerter Marktzugang durch unfaire Handelsregeln

Der internationale Handel ist im Kern paradox. In der globalisierten Welt des frühen 21. Jahrhunderts ist Handel eine der stärksten Kräfte, die unser aller Leben verbindet. Zugleich ist er auch Quelle beispiellosen Reichtums. Und doch bleiben Millionen Kleinbauern in Entwicklungs- und Schwellenländern dabei auf der Strecke. Wachsender Reichtum geht Hand in Hand mit Massenarmut und der Zunahme der bereits obszönen Ungleichheiten zwischen Arm und Reich. Der Welthandel birgt das Potenzial in sich, als kräftiger Antrieb sowohl für die Armutsbekämpfung als auch für Wirtschaftswachstum zu dienen, doch dieses Potenzial beruht auf keinem fairen System. Das Problem ist nicht, dass internationaler Handel als solcher den Bedürfnissen und Interessen der Kleinbauern entgegenstünde, sondern dass die Regeln des Welthandels zugunsten der Reichen ausgelegt sind. Quelle: Oxfam-Studie


Zu wenig Einkommen

In den Ländern des Südens ist die Armut vor allem auf dem Land zu Hause. Weltweit leben mehr als drei Viertel aller armen Menschen im ländlichen Raum. Deren Haupterwerbszweig ist naturgemäss die Landwirtschaft. Doch viele Kleinbauern leben in extremer Armut. Diese schwächeren Bevölkerungsgruppen sind oft aufgrund von Alter, sozioökonomischer Stellung, Geschlecht, Ethnizität und Wohnort vom Zugang zu guter Bildung, Gesundheitsversorgung und anderen essenziellen Dienstleistungen ausgeschlossen. Dies verunmöglicht ihnen, ihre Lebenssituation aus eigener Kraft zu verbessern. Zu oft wird ihnen verunmöglicht, in ihren Hof zu investieren, eigenes Land zu besitzen und ihr Einkommen zu verbessern. Eine nachhaltige Landwirtschaft, gekoppelt an Investitionen in die Agrarproduktivität und Ernährungssicherheit, ist unverzichtbar, um die Kleinbauern aus der extremen Armut zu befreien.  

Fehlendes Wissen 

Bildung ist nicht nur ein elementares Menschenrecht. Der Erwerb von Wissen und Fertigkeiten ist auch eine der wirksamsten Massnahmen, um der Armut zu entfliehen. Nur wer halbwegs rechnen, lesen, unternehmerisch denken und Zusammenhänge erkennen kann, wird im Alltag nicht übers Ohr gehauen, kann für seine Ausgaben ein Budget erstellen und ist fähig, in einem Vertrag heikle Passagen zu erkennen. Bildung ist denn auch ein Katalysator für wirtschaftliche Entwicklung, soziale Mobilität und Chancengleichheit. Den Kleinbauern müssen Möglichkeiten und Wege aufgezeigt werden, wie sie sich mit ihrem Handeln aus der Armut befreien können. Mit einem verbesserten Zugang zu Wissen können die Kleinbauern ein erfülltes und produktives Leben anstreben und zu einer nachhaltigen Entwicklung ihrer Region beitragen.

Weg zum Ziel

Es muss ein Weg gefunden werden, der die Erhöhung der Agrarproduktivität und der landwirtschaftlichen Wertschöpfung in Entwicklungs- und Schwellenländer fördert. Dies auch im Wissen, dass bis 2050 der Bedarf an Nahrungsmitteln um 50-100% steigen wird und 50% der weltweitern Nahrungsmittel von Kleinbauern produziert werden. 

Weiter sollen die Kleinbauern fairen Zugang zu den Profiten, welche in den internationalen Märkten erwirtschaftet werden, bekommen. Um dies zu bewerkstelligen, müssen Kleinbauern besser an bestehende Märkte angebunden und neue Märkte erschlossen werden. Dieses Vorhaben ist mit Investitionen in Infrastruktur, Logistik und Technologie verbunden. Um das auf nachhaltige Weise finanzieren zu können, müssen innovative Geschäftsmodelle erarbeitet werden, welche eine solche Entwicklung fördern. 

Unsere vier Zutaten für einen fairen Handel zwischen den Bauern und den Endkonsumenten

Masango Food GmbH möchte ein innovatives Geschäftsmodell aufbauen, das die Produzenten stärkt und faire Handelspraktiken fördert. Die Bauern sollen am Verkaufserfolg der Masango mitpartizipieren. Wir haben uns zum Ziel gemacht, dass alle Bauern die mit uns Zusammenarbeiten ihren Lebensunterhalt selbständig verdienen können und so ihre Lebenssituation langfristig verbessern können. Damit wir das sicherstellen können, verfolgen wir vier elementare Prinzipien.  

1. Mehr Einnahmen für die Bauern durch neu verhandelte Preise

2. Mehr Mitspracherecht für die Bauern durch den Aufbau einer Genossenschaft

3. Mehr Sicherheit für die Bauern durch ein langfristiges Engagement

4. Transparente Lieferketten für Bauern und Konsument